Lapland Ice Fishing Tour: Full Review, Is It Worth a Half Day of Your Trip?
Ich hatte nicht erwartet, dass sich eine Winteraktivität in Lappland so anfühlt
Es war 10:15 Uhr, -22°C, und ich kniete auf einem zugefrorenen See nördlich von Ranua. Der Wind kam vom Kemijoki herüber und schnitt durch meine Wollmütze. Unser Guide, ein finnischer Rentierhirt namens Eero, hatte gerade mit einem Handbohrer ein Loch durch 80 cm dickes Eis gebohrt. Er reichte mir eine Angelrute – ein kurzes Stück Holz mit einem Plastikköder – und sagte auf Finnisch: „Jetzt wartest du. Die Barsche beißen, wenn sie Lust haben, nicht wenn du es willst.“
Ich hatte das Gefühl, in einer anderen Welt zu sein. Kein Souvenirshop, keine Schlange für ein Selfie. Nur das Knirschen des Schnees, das leise Summen des Windes und das dumpfe Geräusch, wenn man die Schnur ins Wasser gleiten lässt. Genau das hatte ich gesucht – eine echte Ice Fishing Tour in Lappland, nicht eine inszenierte Touristenattraktion.
Die Tour, die ich gebucht hatte, war die Traditional Ice Fishing Tour von Viator (Produkt 57969P2). Dauer: etwa vier Stunden. Treffpunkt: ein kleiner Parkplatz am Ortsrand von Rovaniemi, wo uns ein Minibus abholte. Ich war allein mit einem deutschen Paar aus München und einem Japaner, der zum ersten Mal Schnee sah. Eero sprach langsam und deutlich Englisch, mischte aber immer wieder finnische Wörter ein – „kala“ für Fisch, „jää“ für Eis, „pakkanen“ für Frost.
Was mich überraschte: Es fühlte sich nicht wie eine Tour an. Es fühlte sich an, als würde man mit einem Freund rausgehen, der einem zeigt, wie man auf dem Eis überlebt. Eero hatte einen kleinen Gaskocher dabei, machte Kaffee – den besten Filterkaffee, den ich je getrunken habe – und zündete ein Lagerfeuer an. Wir saßen auf Rentierfellen, die er auf den Schnee gelegt hatte, und warteten. Der Deutsche fing nach 20 Minuten einen Barsch. Ich wartete 45 Minuten und bekam nichts. Eero grinste: „Der Fisch weiß, dass du aus der Stadt kommst.“
Produkt 1, Die Tour, die meine Reise gerettet hat
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Traditional Ice Fishing Tour – Rovaniemi
Eine halbtägige Tour, die dich mit einem finnischen Guide auf einen zugefrorenen See bringt. Du bohrst dein eigenes Loch, angelt nach Barsch oder Saibling und sitzt am Lagerfeuer mit Kaffee und Rentierfell. Kein Tamtam, keine Souvenirs. Einfach Lappland, wie es ist.
Pro: Der Guide war authentisch, die Ausrüstung komplett (Rute, Köder, Bohrer, warme Overalls), und der Kaffee war kostenlos. Kontra: Du musst Geduld mitbringen – wenn die Fische nicht beißen, ist es einfach nur kalt. Wer schnelle Action will, sollte eine Husky-Safari buchen.
Für wen ist das NICHT: Für Leute, die keine Kälte vertragen oder erwarten, innerhalb von 10 Minuten einen Fisch zu fangen. Für Kinder unter 8 Jahren – das Warten wird schnell langweilig.
Die Momente, die die Winteraktivitäten in Lappland lohnenswert machen
Der zweite Teil der Tour war das Highlight: Eero packte eine Thermoskanne mit heißem Preiselbeersaft aus, und wir saßen am Feuer, während die Sonne – oder besser gesagt, die Dämmerung – um 13:30 Uhr langsam hinter den Birken verschwand. Der Japaner zeigte mir Fotos von seiner Kamera: Die Farben des Himmels waren zartrosa und lila, kein grelles Orange. Eero sagte: „Im Dezember haben wir nur zwei Stunden Tageslicht. Das ist normal. Man lernt, die Dunkelheit zu mögen.“
In diesem Moment verstand ich, warum ich diese Tour gemacht hatte. Es ging nicht um den Fisch. Es ging darum, zu erleben, wie die Finnen den Winter überleben – mit Feuer, mit Kaffee, mit einem Loch im Eis. Ich buchte später noch eine zweite Ice Fishing Tour, weil ich das Gefühl noch einmal erleben wollte, aber diesmal mit einem anderen Guide, der mich zu einem See nördlich von Palojärvi fuhr. Dort war es stiller, kälter (-26°C), und ich fing tatsächlich einen Barsch.
Was die Tour wirklich besonders machte: Eero erklärte uns, warum die Finnen im Winter angeln. „Es ist Meditation“, sagte er. „Du sitzt da, hörst den Wind, siehst die Schneeflocken auf dem Eis. Der Fisch ist nur ein Bonus.“ Ich musste ihm recht geben.
{product_2}, Eine weniger bekannte Tour, die es wert ist, entdeckt zu werden
Ich habe auch eine Nachtangeltour ausprobiert, die von einem anderen Anbieter in Ranua angeboten wird – ein kleiner Familienbetrieb, der nur sechs Gäste pro Abend mitnimmt. Wir fuhren mit Schneemobilen zu einem abgelegenen See, bohrten Löcher und angelten bei Fackellicht. Die Temperatur fiel auf -30°C. Ich trug drei Schichten Wolle und einen dicken Overall, und meine Hände waren trotzdem kalt. Aber als um 22:00 Uhr die Nordlichter erschienen – ein schwaches, grünliches Band, das sich über den Himmel zog –, vergaß ich die Kälte. Der Guide, ein Sámi namens Juhani, sagte: „Die Fische sehen die Lichter auch. Sie beißen besser, wenn die Aurora tanzt.“ Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber ich fing an diesem Abend zwei Barsch..
Für wen ist das NICHT: Für Menschen, die nicht auf Schneemobilen fahren möchten (es ist laut und kalt) oder die empfindlich auf extreme Kälte reagieren. Die Tour ist auch nichts für Anfänger – du musst selbst bohren und die Ausrüstung tragen.
Was mich wirklich überrascht hat an den Winteraktivitäten in Lappland
Ich bin in Lappland aufgewachsen, aber ich war trotzdem überrascht, wie sehr sich die Tour von dem unterschied, was ich als Kind erlebt hatte. Als ich klein war, ging ich mit meinem Vater zum Eisfischen – wir nahmen eine Säge, einen Eimer und eine Thermoskanne mit Kaffee. Kein Guide, keine Mikrofone, keine Sicherheitsausrüstung. Die Tour heute ist professioneller, sicherer und komfortabler, aber sie hat die Seele behalten.
Was mich am meisten überraschte: Wie viele Touristen falsch gekleidet kommen. Ich sah eine Frau in einer Daunenjacke aus der Stadt – keine Wollschicht darunter, keine gefütterten Stiefel. Sie zitterte nach 20 Minuten und musste zurück ins Auto. Eero hatte Ersatzoveralls dabei, aber er sagte mir später: „Die Hälfte der Gäste unterschätzt die Kälte. Sie denken, -20°C ist wie ein kalter Wintertag in Berlin. Es ist nicht dasselbe.“
Ein weiterer Schock: Wie teuer die Touren in der Hochsaison sind. Die Ice Fishing Tour kostet im Dezember etwa 89 € pro Person, aber ich habe gesehen, dass einige Anbieter bis zu 150 € verlangen – für denselben Service. Die Tour, die ich gebucht habe, war fair bepreist und beinhaltete alles: Transfer, Ausrüstung, Kaffee und einen Guide, der nicht auf die Uhr schaute.
Für wen ist das NICHT: Für Leute, die glauben, dass Angeln im Winter einfach ist. Es ist anstrengend – du musst das Loch bohren (auch wenn der Guide hilft), die Kälte aushalten und die Geduld haben, stundenlang zu warten. Wer schnell Ergebnisse will, sollte eine Schneeschuhwanderung oder eine Husky-Safari buchen.
Mia Aholas Insidertipps, um es richtig zu machen
Nach drei Wintern als Guide und unzähligen Touren, die ich selbst getestet habe, hier meine wichtigsten Tipps für eine Ice Fishing Tour in Lappland:
- Buch eine Tour mit „unbegrenzter Kilometerzahl“: Die besten Guides fahren so weit, bis sie einen See mit gutem Fischbestand und klarem Himmel finden. Einige Anbieter bleiben innerhalb von 20 km um Rovaniemi – das reicht nicht. Frage vor der Buchung, wie weit sie maximal fahren.
- Trage Wollunterwäsche, nicht Baumwolle: Baumwolle saugt Feuchtigkeit auf und gefriert. Merinowolle ist teuer, aber sie rettet dir den Tag. Ich schwöre auf die Schichten: Merino-Langarmshirt, Fleecejacke, dicker Overall. Dazu gefütterte Stiefel und zwei Paar Socken.
- Nimm eine Powerbank mit: Lithium-Akkus entladen sich bei -20°C in Minuten. Mein Handy war nach 30 Minuten auf Eis von 80 % auf 15 % gefallen. Eine Powerbank in der Innentasche (nah am Körper) hält länger.
- Geh nicht hungrig: Die Tour beinhaltet Kaffee und oft eine kleine Mahlzeit (gegrillte Würstchen oder Fisch), aber es dauert Stunden. Nimm einen Snack mit – ich hatte eine Tafel Schokolade in der Tasche, und sie war nach einer Stunde gefroren und hart wie Stein. Iss sie vorher.
- Frag nach dem Fisch: Wenn du einen fängst, darfst du ihn meistens mitnehmen. Eero hat unseren Barsch am Feuer gegrillt – mit Butter, Dill und Zitrone. Das war das beste Essen, das ich in Lappland hatte.
Für wen ist das NICHT: Für Vegetarier (es geht um Fisch) oder für Leute, die nicht gerne im Freien essen. Die Mahlzeit ist einfach, aber authentisch – kein Gourmet-Erlebnis.
Was ich vorher gerne gewusst hätte
Ich habe viele Fehler gemacht, bevor ich die optimale Tour gefunden habe. Hier ist, was ich dir ersparen möchte:
- Die günstigste Tour zu buchen, war ein Fehler: Ich buchte einmal eine Tour für 59 €, die nur 15 Minuten von Rovaniemi entfernt stattfand. Der See war überlaufen – fünf andere Gruppen angeln in Sichtweite. Der Guide sprach kaum Englisch und hatte keine Ersatzoveralls. Ich fror und fing nichts. Gib lieber 20 € mehr aus und buche einen seriösen Anbieter.
- Jeans sind der Feind: Ich trug am ersten Tag Jeans unter einer Skihose – nach 30 Minuten waren meine Beine taub. Seitdem trage ich nur noch Wollhosen oder gefütterte Schneehosen.
- Die Aurora ist nicht wie auf Instagram: Ich hatte gehofft, die Nordlichter beim Angeln zu sehen. Aber an den meisten Tagen sind sie schwach – ein blasses grünliches Band, das mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist. Kameras mit Langzeitbelichtung zeigen die Farben. Sei nicht enttäuscht, wenn du nichts siehst – die Tour ist trotzdem schön.
- Die Stornierungsbedingungen sind entscheidend: Ich buchte eine Tour, die keine Rückerstattung bei schlechtem Wetter anbot. Es schneite, der See war zugefroren, aber die Sicht war null. Ich verlor das Geld. Die besten Anbieter bieten eine 100 %-Geld-zurück-Garantie für wetterabhängige Touren – frage vorher nach.
- Die beste Zeit ist September bis März: Im Dezember ist es extrem kalt und dunkel, aber die Fische beißen besser, weil das Eis dicker ist. Im März scheint die Sonne länger, und die Temperaturen sind milder (-10°C bis -15°C). Ich empfehle März für Anfänger.
Für wen ist das NICHT: Für Leute, die keine Kälte mögen, keine Geduld haben oder lieber in einem Museum sitzen. Ice Fishing ist eine aktive, ruhige Erfahrung – nichts für Hektiker.
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Häufig gestellte Fragen
Ist Ice Fishing in Lappland auch für Anfänger geeignet?
Ja, die meisten Touren sind für Anfänger ausgelegt. Der Guide zeigt dir, wie du das Loch bohrst, die Rute hältst und den Fisch ausziehst. Du brauchst keine Vorkenntnisse, aber du solltest körperlich fit genug sein, um im Schnee zu knien und zu bohren. Kinder ab 8 Jahren können mitmachen, wenn sie warm angezogen sind.
Wie kalt ist es beim Ice Fishing im Dezember?
Im Dezember liegen die Temperaturen in Rovaniemi zwischen -15°C und -30°C. Auf dem See kann es durch den Wind noch kälter sein. Die Guides stellen warme Overalls zur Verfügung, aber du solltest darunter Wollschichten tragen. Exponierte Haut – Wangen, Nase, Finger – kann in unter 30 Minuten erfrieren.
Kann ich die gefangenen Fische essen?
Ja, in der Regel darfst du die Fische mitnehmen oder sie am Lagerfeuer grillen. Die Guides haben oft Gewürze, Butter und Zitrone dabei. Barsch und Saibling schmecken hervorragend. Frage vor der Tour nach, ob das im Preis enthalten ist – die meisten seriösen Anbieter bieten es an.
Wie lange dauert eine Ice Fishing Tour?
Die meisten halbtägigen Touren dauern 3 bis 5 Stunden, inklusive Transfer, Ausrüstung, Angeln und Lagerfeuer. Ganztägige Touren (6–8 Stunden) sind seltener, aber es gibt sie – sie beinhalten oft eine längere Fahrt zu abgelegenen Seen und eine warme Mahlzeit.
Welche Kleidung sollte ich für eine Ice Fishing Tour mitbringen?
Das Wichtigste: Wollunterwäsche (Merino), eine Fleecejacke, eine wasserdichte und winddichte Außenschicht, gefütterte Stiefel, zwei Paar Socken, eine Mütze, ein Schal und Handschuhe. Die meisten Touren stellen einen Overall zur Verfügung, aber die Basisschicht ist deine Verantwortung. Keine Baumwolle – sie saugt Feuchtigkeit und gefriert.
Ist Ice Fishing auch im März oder April möglich?
Ja, die beste Zeit ist von September bis März. Im März sind die Temperaturen milder (-10°C bis -15°C) und die Sonne scheint länger – bis zu 6 Stunden Tageslicht. Das Eis ist noch dick genug (mindestens 50 cm), und die Fische beißen gut. April ist oft unsicher, weil das Eis zu schmelzen beginnt.